HELFEN

Integratives Theaterstück „One World“

„Eine Welt für alle – Durch Kultur Verständnis schaffen“ – Ein Pilotprojekt

Integration ist ein wichtiges Thema – gerade in der aktuellen weltpolitischen Situation.

„Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Ende 2015 waren 63,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Im Vergleich dazu waren es ein Jahr zuvor 59,5 Millionen Menschen, vor zehn Jahren 37,5 Millionen Menschen.“

(https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten.html)

Diese Entwicklung lässt sich nicht aufhalten.

„2016 erreicht die Anzahl der Asylanträge einen Höchststand: Zwischen Januar und Juli 2016 zählte das BAMF bislang 479.620 Erst- und Folgeanträge auf Asyl und damit bereits jetzt mehr als im Vorjahr. 2015 hatten 476.649 Menschen in Deutschland Asyl beantragt.“

(https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/flucht/218788/zahlen-zu-asyl-in-deutschland  ; (Quelle: BAMF /Aktuelle Zahlen))

Darum ist Verständnis und Aufklärung ein wichtiges Mittel um nationale Flüchtlingsprobleme besser zu Verstehen und Lösungen für die Integration zu finden.

Unser Projekt soll Integration fördern und helfen Vorurteile abzubauen. Gemeinsam mit ausgewählten Schulklassen soll ein Theaterstück über Flucht und Vertreibung im geschichtlichen Kontext entwickelt werden. Dieses Theaterstück soll in Osnabrück von Schülern aus Osnabrück und Ibbenbüren, mit Unterstützung von Tanzgruppen aufgeführt werden. Gleichzeitig sollen sich die Schüler an einem offenen Dialog in Form von zwei Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Flüchtlinge“, mit Vertretern aus Gesellschaft und Politik beteiligen.

An dem Projekt nehmen 5 Schulen aus Osnabrück und Ibbenbüren teil.

  1. Domschule Osnabrück (Realschule)
  2. Thomas-Morus-Schule (Haupt- und Realschule)
  3. Angela Schule Osnabrück (Gymnasium)
  4. Ursulaschule Osnabrück (Gymnasium)
  5. Johannes-Kepler-Gymnasium Ibbenbüren

Jede Schule arbeitet in Absprache mit den Projektleitern Patsy Hull-Krogull und Dr. Axel Kreutzer eine Szene für das Gesamtstück aus und probt diese für die Aufführung. Das Thema wird in den Unterrichtsfächern Geschichte und Politik aufgearbeitet und somit gleichzeitig fachlich begleitet.

Alle ausgewählten Schulen haben in Ihren teilnehmenden Klassen bereits Flüchtlinge aufgenommen und in den Schulalltag integriert.

So findet gemeinsam mit den Flüchtlingen in den Schulen Aufklärung über die Schicksale der geflohenen und vertriebenen Menschen statt, was gleichzeitig als Therapieansatz für die zum Teil traumatisierten Jugendlichen wirken kann. Der im Unterricht durchgenommene Stoff soll aber auch in Podiumsdiskussionen vor den Schülerinnen und Schüler angewendet werden. Dazu soll es insgesamt zwei Veranstaltungstermine geben.

Bei jeder Podiumsdiskussion sollen jeweils ein politischer Vertreter, ein Fachlehrer, ein Schüler/in, ein Flüchtling (Schüler mit Migrationshintergrund), ein Autor und einen Religionsvertreter anwesend sein. Die Termine finden am 15. Februar 2017 und 8. März 2017 statt. Hierfür werden zwei Schulen in ihre Aula einladen. Den Schülern wird somit eine Möglichkeit geboten an der öffentlichen Debatte um Flüchtlinge und Integration teilzunehmen, ihre Meinungen zu äußern und Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.

Die Schüler dokumentieren die Veranstaltungen und arbeiten als Klasse/Schule einen Ergebnisbericht aus. Darin können geklärte Fragen und bestehende Probleme aus Sicht der Jugendlichen geschildert werden. Als Geste der Solidarität mit den Flüchtlingen und der aktiven Politik wird der Bericht der kommunalen Politik in Osnabrück und Ibbenbüren, dem Bundeskanzleramtsminister Herrn Altmaier sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge überreicht werden.

Zu den theoretischen Vorbereitungen im Geschichts- und Politikunterricht wird das Theaterstück während der Proben vorbereitet. Hierbei unterstützt unser erfahrendes Künstlerteam, dass auch schon unser bundesweite Inklusionsmusical „Grand Hotel Vega$“ zu einem vollen Erfolg geführt hat, die Klassen bei der richtigen Rollenverteilung und zeigen beim Schauspielern, worauf geachtet werden sollte. Die Schüler lernen währen der Proben als Team zu arbeiten und stärken ihr Sozialverhalten. Außerdem bekommen Sie einen ganz anderen Eindruck von ihren Mitschülern. Toleranz und Gemeinschaftsgefühl spielt dabei ebenfalls eine große Rolle.

Am Ende werden das Selbstbewusstsein und der Mut gefördert, wenn die Darsteller und Darstellerinnen auf der Bühne vor Publikum gemeinsam ihre Szene aufführen. Den Applaus, den Respekt und die Erkenntnis wird ihre Arbeit bestätigen.